Gefühlslawinen

Ich erlebe gerade eine Zeit, die danach schreit mich zu zeigen, meinen Standpunkt zu vertreten und trotzdem im Mitgefühl zu bleiben. Da ich als Hochsensible die Balance zwischen dem Wahren des eigenen Raumes und im Mitgefühl mit meinem Gegenüber sein, nicht wirklich gelernt habe, werde ich oft von Gefühlslawinen überrollt. Und damit meine ich nicht meine eigenen Gefühlslawinen, sondern die meiner mir Nahestehenden.
 
Was ich früher durch erlernte Rollenspiele noch bewältigen konnte, führt mittlerweile zu einer Revolution in mir. Ich bin nicht mehr bereit Gefühlslawinen zu schlucken und zu entsorgen.
 
Und da ist sie, die Angst. Diese eine, diese furchtbare, diese altbekannte, diese namenlose Angst, die mich tief erschauern lässt. Die obengenannte Revolution löst sie aus und ich weiß, dass ich nun nicht mehr fliehen werde. Ich bleibe da und probiere aus, prozessiere und schaue.
Ich finde mich in einem völlig unbekannten Gelände wieder.
Meine Pferde, mit mir schon 100 mal denselben Weg zur Weide gegangen, reagieren plötzlich als, ob sie diesen Weg nicht kennen. Noch reagiere ich mit Druck und Unverständnis, aber ich beginne zu verstehen, dass die Pferde mir meine innere unbekannte Welt zeigen wollen. Und dazu bedarf es des genauen Hinsehens, des Abschätzens, des Hinfühlens, des Abwartens und des Vertrauens.
Ich werde zuhören!

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