Befreiung des Inneren Kindes und dessen Auswirkungen auf die Arbeit mit Nougat!

Ich glaube die meisten von Euch haben sich schon mal mit ihrem inneren Kind beschäftigt. Man kommt ja auch irgendwie nicht daran vorbei. Als ich es, vor langer Zeit, in einem Seminar liebevoll annehmen sollte, sah ich es und versuchte es zu integrieren. Es war aber nur kurz da und verschwand dann, sinnbildlich, wieder auf seiner Wolke.

Später lernte ich die Heldenreise mit Pferden kennen. In einer der Workshops war mein inneres Kind präsent. Es war ein Baby, total unterernährt und ohne Liebe. In der Meditation legte ich das Baby an meine Brust und nährte es, wodurch es sich zu einer jungen Frau verwandelte. Es war so eine Erleichterung das Kind nun stark und gereift zu sehen.

Da es bei dieser Meditation um ein Opfer ging (ein Schritt in der Heldenreise), war für mich klar, dass ich das innere Kind, dass sich hier als völlig hilflos und bedürftig darstellte, opfern musste. Da man das innere Kind aber nicht opfert, hörte ich nicht auf meine Intuition und nahm Abstand davon.

Jetzt nach mehreren Jahren bin ich durch eine Freundin wieder an die Geschichte mit dem inneren Kind gekommen. Auch sie sah ihr inneres Kind als total ungeliebtes, hilfloses Wesen. Während unserer Arbeit stellte sich aber heraus, dass dieses Wesen gar nicht ihr wirkliches inneres Kind war, sondern nur ein Bild davon. Als sie dieses Bild losließ, erschien ein lustiger, wagemutiger Junge. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich visualisierte noch einmal die Situation des damaligen Workshops und diesmal opferte ich dieses innere Kind.

Und siehe da, Pipilotta erschien. Ein lustiges, munteres und äußerst neugieriges Kind mit Ringelsöckchen.
Wie erstaunt war ich, dass ich die ganzen Jahre ein Bild für mein inneres Kind gehalten hatte und wie wohltuend war es zu wissen, dass mein damaliges Gefühl, dieses Kind zu opfern, richtig war.

Und woher weiß ich, dass das jetzt mein wahres inneres Kind ist? Nun dafür habe ich ja meine Pferde.

Mit Nougat mache ich Freiarbeit mit Herz nach Bettina Löber. Aber irgendwie sagt Nougat doch sehr oft nein. Zeigt sich oft ziemlich lustlos. Es fehlt immer wieder die Leichtigkeit.
Gestern lud ich sie wieder mal zu einem Dialog ein. Die Antwort war ein kategorisches Nein. Da tauchte auf einmal meine Pipilotta auf und ich fragte sie, was sie tun würde. Mit ihrer munteren Art riss sie mich gleich mit und ich verhielt mich ihrem Rat gemäß. Plötzlich änderte sich alles. Nougat und ich kamen in einen Flow, der sich anfühlte wie ein Tanz mit einem Herzenspartner. Schritt um Schritt hatte ich das Gefühl, als ob ich auf ihr sitzen und wir zwei uns als ein Körper bewegen würden. Und das, obwohl ich schräg hinter ihr oder vor ihr lief. Es machte Spaß, es war leicht. Es war wie Magie!

Ich glaube mittlerweile, dass Menschen wie ich, die im Babyalter schon Mangel - 4 Wochen im Brutkasten ohne körperliche Nähe/ Schreikind, weil man meiner Mutter erzählte, ich solle nicht so viel Muttermilch trinken, da 8 Monatskinder schnell dick werden und Krankenhausaufenthalt im Alter von 6 Jahren wegen eines epileptischen Anfalls ohne Eltern an der Seite, weil es strenge Besuchszeiten und kein Bleiberecht für Eltern gab - kennengelernt haben, tragen oft ein falsches Bild des inneren Kindes in sich.
Es ist Zeit dieses Bild zu verabschieden und sich seine kindlichen Fähigkeiten zurückzuholen. Es lohnt sich!

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